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Lerneinheit 2: Aktueller Forschungsstand

Modul 2 · Nationalsozialismus und Erinnerung

Aktueller Forschungsstand

Dieses Modul zeigt, welche Forschungsergebnisse aktuell diskutiert werden und welche Fragen für Geschichte der Gesundheitsberufe und Praxis offen bleiben.

Lernziele

  • zentrale Begriffe zu diesem Aspekt erklären
  • ausgewählte Forschungsergebnisse beschreiben
  • die Relevanz für Versorgung, Bildung, Management oder Gesundheitskommunikation einordnen
  • Handlungsmöglichkeiten für konkrete Situationen ableiten

Fachlicher Überblick

Im Modul "Aktueller Forschungsstand" wird das Thema Nationalsozialismus und Erinnerung aus einer fachlichen und praxisnahen Perspektive betrachtet. Die Artikelgrundlagen helfen, Forschungsergebnisse nicht isoliert zu lesen, sondern mit konkreten Fragen aus Versorgung, Bildung, Management und professioneller Verantwortung zu verbinden. Ausgangspunkt ist unter anderem die Beobachtung: Der Fachtext von Katharina Genz untersucht die Beteiligung von Pflegekräften an der „Kindereuthanasie“ in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Rothenburgsort, Hamburg-Langenhorn und Lüneburg zwischen 1940 und 1945.

Artikelgrundlage

Diese Beiträge bilden die fachliche Grundlage des Moduls.

Vorschau: Pflege im Nationalsozialismus. Die Beteiligung der Pflegekräfte an der „Kindereuthanasie“ in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Langenhorn, Hamburg-Rothenburgsort und Lüneburg

Pflege im Nationalsozialismus. Die Beteiligung der Pflegekräfte an der „Kindereuthanasie“ in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Langenhorn, Hamburg-Rothenburgsort und Lüneburg

Katharina Genz · 2018 / Ausgabe 11 · S. 1 bis 1

Der Fachtext von Katharina Genz untersucht die Beteiligung von Pflegekräften an der „Kindereuthanasie“ in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Rothenburgsort, Hamburg-Langenhorn und Lüneburg zwischen 1940 und 1945. Die Analyse basiert überwiegend auf staatsanwaltlichen Ermittlungsakten und zeigt, dass Pflegepersonal aktiv an der Tötung kranker und behinderter Kinder beteiligt war. Während in Hamburg die Krankenschwestern die Kinder lediglich brachten oder hielten, führten sie i…

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Vorschau: Liliane Juchlis Aktivitäten des täglichen Lebens und ihr Beitrag zur pflegewissenschaftlichen Fundierung der Begutachtung von Pflegebedürftigkeit

Liliane Juchlis Aktivitäten des täglichen Lebens und ihr Beitrag zur pflegewissenschaftlichen Fundierung der Begutachtung von Pflegebedürftigkeit

Prof. Dr.Dangel , B.; Prof. Dr. Korporal, J. · 2021 / Ausgabe 1 · S. 32 bis 36

Der Text beschreibt die Bedeutung von Liliane Juchlis Arbeit für die pflegewissenschaftliche Ausgestaltung und Fundierung der Pflegeversicherung. Sie führte die Aktivitäten des täglichen Lebens als Grundlage selbständiger pflegerischer Tätigkeit ein, was die Strukturierung des pflegefachlichen Denkens beeinflusste. Diese Aktivitäten wurden später auch in die Richtlinien zur Beg Die Pflegeversicherung zielt darauf ab, die Selbstständigkeit und Autonomie von Patienten und pfle…

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Kernaussagen

Hauptaussage

Das Thema Nationalsozialismus und Erinnerung wird als Zusammenspiel von wissenschaftlicher Evidenz, professionellem Urteil und organisatorischen Rahmenbedingungen sichtbar.

Praxisrelevanz

Die Artikel regen dazu an, Routinen zu prüfen, Entscheidungen zu begründen und fachliche Entwicklung in konkrete Handlungssituationen zu übersetzen.

Offene Fragen

Welche Voraussetzungen braucht Ihre Einrichtung, damit diese Erkenntnisse wirksam werden können? Welche Daten, Kompetenzen oder Abstimmungen fehlen noch?

Transfer

Nutzen Sie die Artikel nicht nur als Literatur, sondern als Gesprächsanlass für Team, Lehre, Qualitätsentwicklung oder Fallbesprechung.

Praxistransfer

Reflexionsimpuls: Wählen Sie eine Situation aus Ihrer Praxis, in der Nationalsozialismus und Erinnerung sichtbar wird. Welche Entscheidung müsste fachlich begründet werden? Welche Erkenntnis aus den Artikeln hilft dabei?

Zum Weiterlesen in CareLit

Ergänzende Treffer aus CareLit. Für den vollständigen Zugriff kann ein CareLit-Zugang erforderlich sein.

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Ein Lehr-Lern-Konzept zur NS-„Euthanasie“

Eine Rezension von Dr. Hubert Kolling: Ein Lehr-Lern-Konzept zur NS-„Euthanasie“ Tectum Verlag, Baden-Baden, 2025, Broschur, 151 Seiten, 39,90 €, ISBN 978-3-689-00416-3

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Merksätze

  • Forschung wird wirksam, wenn sie in konkrete Entscheidungen übersetzt wird.
  • Gute Versorgung verbindet Evidenz, Beziehung und Organisation.
  • Reflexion ist kein Zusatz, sondern Teil professioneller Verantwortung.
Dieses Modul zeigt, welche Forschungsergebnisse aktuell diskutiert werden und welche Fragen für Geschichte der Gesundheitsberufe und Praxis offen bleiben.
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