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Lerneinheit 9: Qualität, Evaluation und Verbesserung

Modul 9 · Nationalsozialismus und Erinnerung

Qualität, Evaluation und Verbesserung

Dieses Modul zeigt, wie Maßnahmen, Konzepte und Prozesse bewertet und weiterentwickelt werden können.

Lernziele

  • zentrale Begriffe zu diesem Aspekt erklären
  • ausgewählte Forschungsergebnisse beschreiben
  • die Relevanz für Versorgung, Bildung, Management oder Gesundheitskommunikation einordnen
  • Handlungsmöglichkeiten für konkrete Situationen ableiten

Fachlicher Überblick

Im Modul "Qualität, Evaluation und Verbesserung" wird das Thema Nationalsozialismus und Erinnerung aus einer fachlichen und praxisnahen Perspektive betrachtet. Die Artikelgrundlagen helfen, Forschungsergebnisse nicht isoliert zu lesen, sondern mit konkreten Fragen aus Versorgung, Bildung, Management und professioneller Verantwortung zu verbinden. Ausgangspunkt ist unter anderem die Beobachtung: Anna Katschenka, geboren 1905 in Wien, war eine Krankenschwester, die in der Zeit des Nationalsozialismus in der Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“ tätig war.

Artikelgrundlage

Diese Beiträge bilden die fachliche Grundlage des Moduls.

Vorschau: Die Akte Anna Katschenka

Die Akte Anna Katschenka

Gerhard Fürstler · 2018 / Ausgabe 11 · S. 1 bis 1

Anna Katschenka, geboren 1905 in Wien, war eine Krankenschwester, die in der Zeit des Nationalsozialismus in der Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“ tätig war. Sie wurde 1946 als Kronzeugin vor dem Volksgericht Wien geladen, um über die dortigen Kindermorde auszusagen. Während ihrer Vernehmung gab sie an, von den Tötungen gewusst zu haben, stritt jedoch ihre eigene Verantwortung ab. 1948 wurde sie wegen Totschlags verurteilt, nachdem sie zugab, mindestens 24 Kinder durch d…

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Vorschau: Interview

Interview

Markus Golla · 2018 / Ausgabe 5 · S. 1 bis 1

Im Interview spricht Mag. Dr. Gerhard Fürstler über seine Faszination für die Geschichte der Pflege, insbesondere im Kontext des Nationalsozialismus in Österreich. Seit 1991 unterrichtet er an einer Fachhochschule und hat sich intensiv mit der Rolle von Pflegepersonen während dieser dunklen Zeit auseinandergesetzt. Er beschreibt, wie er durch die Lektüre von Gerichtsakten und historischen Werken erkannte, dass auch österreichische Pflegekräfte an Euthanasieverbrechen beteili…

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Kernaussagen

Hauptaussage

Das Thema Nationalsozialismus und Erinnerung wird als Zusammenspiel von wissenschaftlicher Evidenz, professionellem Urteil und organisatorischen Rahmenbedingungen sichtbar.

Praxisrelevanz

Die Artikel regen dazu an, Routinen zu prüfen, Entscheidungen zu begründen und fachliche Entwicklung in konkrete Handlungssituationen zu übersetzen.

Offene Fragen

Welche Voraussetzungen braucht Ihre Einrichtung, damit diese Erkenntnisse wirksam werden können? Welche Daten, Kompetenzen oder Abstimmungen fehlen noch?

Transfer

Nutzen Sie die Artikel nicht nur als Literatur, sondern als Gesprächsanlass für Team, Lehre, Qualitätsentwicklung oder Fallbesprechung.

Praxistransfer

Reflexionsimpuls: Wählen Sie eine Situation aus Ihrer Praxis, in der Nationalsozialismus und Erinnerung sichtbar wird. Welche Entscheidung müsste fachlich begründet werden? Welche Erkenntnis aus den Artikeln hilft dabei?

Zum Weiterlesen in CareLit

Ergänzende Treffer aus CareLit. Für den vollständigen Zugriff kann ein CareLit-Zugang erforderlich sein.

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Eine Rezension von Dr. Hubert Kolling: Ein Lehr-Lern-Konzept zur NS-„Euthanasie“ Tectum Verlag, Baden-Baden, 2025, Broschur, 151 Seiten, 39,90 €, ISBN 978-3-689-00416-3

Merksätze

  • Forschung wird wirksam, wenn sie in konkrete Entscheidungen übersetzt wird.
  • Gute Versorgung verbindet Evidenz, Beziehung und Organisation.
  • Reflexion ist kein Zusatz, sondern Teil professioneller Verantwortung.
Dieses Modul zeigt, wie Maßnahmen, Konzepte und Prozesse bewertet und weiterentwickelt werden können.
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